Mediensozialismus abschaffen - Drittsendeverpflichtung sorgt für Pfründe, nicht für Vielfalt

(Beschluss der Mitgliederversammlung vom 22.10.2009)

Innerhalb einer privaten Fernsehsendergruppe ist der Fernsehsender, der mindestens 10 % des Zuschauermarktanteils erreicht, dazu verpflichtet, einen Teil seiner Sendezeit für Fensterprogramme zur Verfügung zu stellen. Diese Programme werden ohne Einfluss der Fernsehsender von Dritten produziert. Die Sender müssen diese Drittprogramme voll finanzieren und dafür Preise bezahlen, die von den Landesmedienanstalten maßgeblich bestimmt werden.

Das System der Drittsendeverpflichtung soll Meinungsvielfalt im Fernsehprogramm sicherstellen. Stattdessen setzt das System falsche Anreize bei Produktionsfirmen und sorgt für schlecht produzierte Programme mit niedrigen Einschaltquoten. Fernsehsender werden gezwungen, willkürlich ausgewählten Unternehmen konkurrenzlos minderwertige Produkte abzukaufen und zu senden.

Die Jungen Liberalen befürworten eine strenge Konzentrationskontrolle im Medienbereich, um Meinungsvielfalt zu sichern. Die Jungen Liberalen fordern aber die zügige Abschaffung dieser Regelung.