Aufwertung von Chinesisch, Spanisch und Arabisch an weiterführenden Schulen

(Beschluss der Jahreshauptversammlung vom 08.02.2007)

Sprachkenntnisse sind die notwendige Voraussetzung für den Dialog der Völker und damit nicht nur der Schlüssel zum Verständnis anderer Kulturen, Denk- und Lebensweisen sondern auch die Basis für weltweiten Wissensaustausch und friedliches Zusammenleben. Im Angesicht der fortschreitenden Globalisierung werden Sprachkenntnisse für künftige Generationen weiter an Bedeutung zunehmen. Das deutsche Bildungssystem muss sie darauf vorbereiten.

Die in der Schule gelernten Sprachen beeinflussen unseren Blick auf die Welt meist für den Rest unseres Lebens. I.d.R. wird ein Auslandsstudium, -praktikum oder Urlaub in den Ländern geplant, deren Sprache und Kultur man bereits in der Schule gelernt hat. Während die Deutschen so ein recht gutes Verständnis für Sprache und Kultur Europas und Nordamerikas erlangt haben, blieb der asiatische, südamerikanische und arabische Kultur- und Sprachraum im Abseits. War es während des europäischen Einigungsprozesses noch sinnvoll, sich auf einen speziellen Kulturraum zu konzentrieren, so ist es jetzt mit fortschreitender Globalisierung nicht mehr zeitgemäß. Der chinesische, der südamerikanische und arabische Sprachraum haben in den letzten Jahren stark an politischer, kultureller und wirtschaftlicher Bedeutung gewonnen. Die Fremdsprachenausbildung in Deutschland muss sich an die geänderte Realität anpassen.

Die Jungen Liberalen fordern daher die Aufwertung der Sprachen Chinesisch, Spanisch und Arabisch an weiterführenden Schulen in Baden-Württemberg. Die rechtlichen Regelungen sind so zu ändern, dass Schüler künftig Hochchinesisch (Putonghua) und Spanisch als zweite, sowie Arabisch als dritte Fremdsprache wählen können. Ob der Unterricht an den einzelnen Schulen tatsächlich angeboten wird, hängt aber wie üblich von der Bedarfs- und Kapazitätslage der betreffenden Schule ab.